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21.04.2026
Bayerischer Heilbäder-Verband kritisiert Sparvorschläge der Bundesregierung: "Stabile Kassenbeiträge entstehen nicht durch weniger Leistungen, sondern durch weniger Krankheit"
Bad Füssing/Berlin - Bayerns Heilbäder mit ihren rund 23 Millionen Übernachtungen jährlich fordern im Zuge des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung, beitragsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln zu finanzieren. "Es braucht endlich klare Verhältnisse. Was nicht originär Aufgabe der Beitragszahler ist, darf auch nicht über Beiträge finanziert werden", betont der Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands (BHV), Landrat Peter Berek. "Beiträge müssen für Prävention und Gesundheit der Versicherten eingesetzt werden und nicht für versicherungsfremde Leistungen", so der BHV-Vorsitzende. Zugleich fordert der Verband deutlich mehr Investitionen in Prävention. "Beitragssatzstabilität entsteht nicht durch Leistungskürzungen, sondern durch weniger Krankheit", sagt BHV-Geschäftsführer Frank Oette.
Zugleich äußert der Verband deutliche Kritik am Vorgehen der Politik. Sowohl die inhaltliche Ausrichtung als auch das Verfahren mit sehr kurzfristigen Fristen würden der Tragweite des Themas nicht gerecht, sagt der BHV-Vorsitzende. Der vorliegende Gesetzentwurf setze vor allem auf kurzfristige Kostendämpfung und greife damit zu kurz, da er die strukturellen Ursachen steigender Ausgaben nicht ausreichend adressiere, so Berek.
Aus Sicht des BHV liegt der Schlüssel zur nachhaltigen Stabilisierung der Beitragssätze in einer deutlich stärkeren Präventionsstrategie. "Wer Beitragssätze dauerhaft stabilisieren will, muss Krankheit vermeiden - nicht nur Kosten verwalten", so Berek. Die bayerischen Heilbäder und Kurorte verfügten bereits heute über geeignete Strukturen, um wirksame Prävention umzusetzen - mit medizinisch begleiteten, evidenzbasierten Programmen, die auf Bewegung, Ernährung und Stressreduktion abzielen und nachhaltige Verhaltensänderungen fördern.
Der Verband spricht sich daher dafür aus, strukturierte Präventionsangebote stärker im Leistungskatalog der GKV zu verankern und gezielt auszubauen. Dazu gehören insbesondere mehrtägige, qualitätsgesicherte Programme in anerkannten Heilbädern und Kurorten sowie eine verbindliche Mittelbindung für Intensivprävention. "Wir haben in Deutschland eine leistungsfähige Infrastruktur für Prävention, die bislang nicht ausreichend genutzt wird. Hier liegt ein erhebliches Potenzial, um Krankheitslast zu reduzieren und die Finanzierung der GKV langfristig zu entlasten", ergänzt BHV-Geschäftsführer Frank Oette.
Der Bayerische Heilbäder-Verband ist die Dachorganisation der rund 70 Kurbetriebe, Heilbäder und Kurorte im Freistaat. Diese erwirtschaften jährlich rund 5,6 Milliarden Euro Umsatz und sichern rund 100.000 Arbeitsplätze.

Aus Sicht des BHV liegt der Schlüssel zur nachhaltigen Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung in einer deutlich stärkeren Präventionsstrategie. "Wer Beitragssätze dauerhaft stabilisieren will, muss Krankheit vermeiden - nicht nur Kosten verwalten", so der Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands, Landrat Peter Berek. Foto: BHV
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