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16.07.2026
Vor Präventionsgipfel: Heilbäder wollen Platz am Tisch der Gesundheitspolitik
Die mehr als 350 deutschen Heilbäder und Kurorte erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 25 Milliarden Euro und sichern mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze - jetzt fordern sie in einer gemeinsamen Initiative mehr Mitsprache bei der anstehenden Reform des Präventionsgesetzes
Berlin - Deutschlands Heilbäder und Kurorte greifen eine Initiative des Bayerischen Heilbäder-Verbands auf und wollen die anstehende Reform des Präventionsgesetzes aktiv mitgestalten. Nach Gesprächen mit führenden Gesundheitspolitikern im Deutschen Bundestag führen der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV), der Deutsche Heilbäderverband (DHV) und die Landesheilbäderverbände ihre Positionen für den weiteren Prozess zusammen. Ein vom Bayerischen Heilbäder-Verband entwickeltes Positionspapier liefert hierbei wichtige Impulse für die bereits laufenden Abstimmungen im Gesetzgebungsprozess.
Die Spitzenvertreter der Heilbäderverbände diskutierten die Vorschläge unter anderem mit Emmi Zeulner, Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Dr. Stephan Pilsinger, stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und dem Bundestagsabgeordneten Hans Koller. Er ist stellvertretendes Mitglied im Tourismusausschuss.
Emmi Zeulner machte deutlich, dass die Bundesregierung die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes vorbereite und dafür nun die inhaltlichen Grundlagen geschaffen würden. Zudem verwies sie auf den geplanten Präventionsgipfel des Bundesgesundheitsministeriums und empfahl den Heilbäderverbänden, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Auch Hans Koller betonte: "Wir müssen die Anliegen der Heilbäder bei den anstehenden Vorhaben im Blick behalten."
"Der angekündigte Präventionsgipfel bietet eine große Chance, die Rolle staatlich anerkannter Heilbäder und Kurorte als qualitätsgesicherte Gesundheitsstandorte stärker im Präventionsgesetz zu verankern. Wir wollen unsere Erfahrung und unsere konkreten Vorschläge jetzt aktiv in die politische Diskussion einbringen", sagt Peter Berek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands. Neue Leistungsansprüche zu schaffen sei dabei nicht das Ziel. Vielmehr gehe es darum, vorhandene Gesundheitsstrukturen besser zu nutzen und Prävention stärker in der Fläche zu verankern.
Bayerische Impulse für das Gesetzgebungsverfahren
Kern der Initiative ist ein vom Bayerischen Heilbäder-Verband erarbeitetes Positionspapier mit konkreten gesetzlichen Vorschlägen. Ziel ist es, staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte künftig stärker als etablierte Gesundheitsstandorte in Prävention, Vorsorge und Pflegeprävention zu verankern. Vorgeschlagen wird unter anderem, Heilbäder ausdrücklich als geeignete Orte für primäre Prävention, als gesundheitsförderliche Lebenswelten sowie als Partner der Nationalen Präventionsstrategie und der Landesrahmenvereinbarungen im Sozialgesetzbuch zu berücksichtigen.
"Unsere Heilbäder und Kurorte verfügen über eine einzigartige Verbindung aus medizinischer Kompetenz, natürlichen Heilmitteln und qualitätsgesicherter Infrastruktur. Dieses Potenzial kann einen wichtigen Beitrag leisten, Prävention wirksamer umzusetzen. Deshalb setzen wir uns für eine stärkere Verankerung der Heilbäder und Kurorte im gesetzlichen Rahmen für Prävention und Gesundheitsförderung ein", betont Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands.
Gesundheitsbranche mit erheblichem Gewicht
Der Deutsche Heilbäderverband vertritt über seine Mitgliedsverbände mehr als 350 staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte in Deutschland. Als ältester Branchenverband im Gesundheitswesen repräsentiert er deren Interessen auf Bundes- und EU-Ebene. Die deutschen Heilbäder und Kurorte erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 25 Milliarden Euro und sichern mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze - insbesondere in den ländlichen Regionen. Dem Bayerischen Heilbäder-Verband gehören mehr als 70 staatlich anerkannte Heilbäder, Kurorte und Heilquellenkurbetriebe im Freistaat an. Sie erwirtschaften jährlich rund 5,6 Milliarden Euro Umsatz, erzielen eine touristische Wertschöpfung von knapp 2,9 Milliarden Euro und sichern rund 100.000 Arbeitsplätze.

Deutschlands Heilbäder und Kurorte greifen eine Initiative des Bayerischen Heilbäder-Verbands auf und wollen die anstehende Reform des Präventionsgesetzes aktiv mitgestalten. Nach Gesprächen mit führenden Gesundheitspolitikern im Deutschen Bundestag führen der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV), der Deutsche Heilbäderverband (DHV) und die Landesheilbäderverbände ihre Positionen für den weiteren Prozess zusammen. Foto: BHV

Die Spitzenvertreter der Heilbäderverbände - Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands (links) und Peter Berek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands (Mitte) - diskutierten die Vorschläge unter anderem mit Emmi Zeulner, Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages (rechts). Foto: BHV
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