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10.06.2026
Bayerns Kurorte vor Rückkehr in den Deutschen Heilbäderverband
München - Nach zehn Jahren außerhalb der bundesweiten Verbandsstruktur könnte der Bayerische Heilbäder-Verband ab dem 1. Januar 2027 wieder Teil des Deutschen Heilbäderverbands werden. Eine Vollversammlung aller Landesheilbäderverbände und des Deutschen Heilbäderverbands hat sich einstimmig für eine Neuausrichtung der Bundesvertretung ausgesprochen.
Bayerns Heilbäderpräsident Peter Berek sieht in der geplanten Neuaufstellung ein wichtiges Signal für die gesamte Branche: "Die gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit verlangen nach einer starken gemeinsamen Interessenvertretung", sagt Berek. Entscheidend sei, dass die Heilbäder und Kurorte künftig mit deutlich mehr Gewicht in Berlin und Brüssel auftreten können. "Gerade bei Themen wie Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung brauchen wir eine starke Stimme auf Bundesebene."
Bis Ende 2026 sollen nun die organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Neuaufstellung geschaffen werden. "Für uns war es wichtig, unsere Mitglieder von Beginn an transparent über die Entwicklungen zu informieren und in den Prozess einzubinden. Nun wollen wir bei der Mitgliederversammlung im November den nächsten Schritt gehen und den Wiedereintritt auf den Weg bringen", so Berek.
Bayern vertritt rund ein Fünftel aller Kurorte und Kurbetriebe
Damit zeichnet sich das Ende einer Entwicklung ab, die 2016 begann. Damals verließen der Bayerische Heilbäder-Verband und der NRW-Heilbäderverband die gemeinsame Bundesorganisation. Künftig sollen die Interessen von mehr als 350 staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten wieder abgestimmt auf Bundes- und EU-Ebene vertreten werden. Im Bayerischen Heilbäder-Verband ist rund ein Fünftel aller Kurorte und Kurbetriebe Deutschlands organisiert.
Nach intensiven Gesprächen und einem mehrmonatigen Entwicklungsprozess haben sich die Verbände auf die Eckpunkte einer künftig schlanken und schlagkräftigen Organisation verständigt. Im Mittelpunkt stehen die politische Interessenvertretung, die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung, die Sicherung der Rehabilitation sowie bessere Rahmenbedingungen für Gesundheitseinrichtungen und Thermen.
Der Bayerische Heilbäder-Verband hat den Einigungsprozess aktiv begleitet und mitgestaltet. "Die jetzt erzielte Verständigung ist ein wichtiges Signal für die gesamte Branche", betont Frank Oette, Geschäftsführer des Bayerischen Heilbäder-Verbands. "Gemeinsam können wir die Bedeutung der Heilbäder und Kurorte als Gesundheitsstandorte, Präventionszentren und wichtige Wirtschaftsfaktoren im ländlichen Raum noch stärker sichtbar machen. Bayern wird sich in diesen Prozess konstruktiv und mit Nachdruck einbringen."

Nach intensiven Gesprächen und einem mehrmonatigen Entwicklungsprozess haben sich die Verbände auf die Eckpunkte einer künftig schlanken und schlagkräftigen Organisation verständigt. Im Mittelpunkt stehen die politische Interessenvertretung, die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung, die Sicherung der Rehabilitation sowie bessere Rahmenbedingungen für Gesundheitseinrichtungen und Thermen. Foto: BHV/TM

Bayerns Heilbäderpräsident Peter Berek sieht in der geplanten Neuaufstellung ein wichtiges Signal für die gesamte Branche: "Die gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit verlangen nach einer starken gemeinsamen Interessenvertretung", sagt Berek. Foto: BHV
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