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12.05.2026

Gesundheitssystem unter Druck: Prävention als Schlüssel gegen die Krise


Scheidegg - Steigende Gesundheitskosten, wachsende Pflegebedarfe und zunehmende psychische Belastungen: Nach Ansicht führender Experten muss Prävention in Deutschland künftig deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken. "Reha vor Pflege" - diese Botschaft stand im Zentrum des Scheidegger Gesundheitssymposiums im Allgäu, das der Markt Scheidegg gemeinsam mit dem Bayerischen Heilbäder-Verband (BHV) veranstaltet hat. Im Fokus der Diskussionen: die Frage, wie sich das Gesundheitssystem langfristig entlasten und Menschen dabei unterstützen lässt, möglichst lange gesund und selbstständig zu bleiben. 

"Wir können es uns gesellschaftlich nicht mehr leisten, erst zu handeln, wenn Menschen schwer krank oder pflegebedürftig sind", sagte BHV-Präsident Peter Berek. "Die beste Entlastung für unser Gesundheitssystem ist es, Krankheiten möglichst früh zu verhindern und gesundheitliche Beschwerden rechtzeitig zu behandeln." Prävention und Rehabilitation seien deshalb keine Nebenthemen mehr, sondern zentrale Zukunftsaufgaben.

Dass Vorsorge und Rehabilitation künftig eine größere Rolle spielen müssen, zeige sich auch an aktuellen gesetzlichen Entwicklungen. So sollen neue Regelungen wie das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz die Rehabilitation stärken und Pflegebedarfe möglichst vermeiden helfen. Experten sehen darin ein wichtiges Signal - zugleich sei jedoch ein grundsätzliches Umdenken nötig: weg von einer reinen "Reparaturmedizin", hin zu mehr Gesundheitsvorsorge, Prävention und nachhaltiger Begleitung der Menschen. Der BHV-Präsident fordert von der Politik einen ganzheitlichen Ansatz, der das Wohl der Versicherten über die Einzelinteressen der jeweiligen Lobby-Gruppen stellt.

Beim Gesundheitssymposium diskutierten Vertreter aus Medizin, Rehabilitation, Wissenschaft, Krankenkassen und Gesundheitswesen über die Herausforderungen der kommenden Jahre. Themen waren unter anderem psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Ernährung, Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. 

Zu den prominentesten Gästen zählte der Arzt, Wissenschaftsjournalist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen. In seinem Vortrag machte er deutlich, wie eng Gesundheit, Lebensweise und gesellschaftliche Verantwortung zusammenhängen. 

Für den Bayerischen Heilbäder-Verband zeigt die Veranstaltung zugleich, welche Bedeutung Heilbäder und Kurorte künftig für die Gesundheitsversorgung haben können. "Gesundheitsorte bieten ideale Voraussetzungen, um Prävention, Rehabilitation und gesundes Altern stärker zusammenzudenken", betonte auch BHV-Geschäftsführer Frank Oette. Gerade angesichts einer alternden Gesellschaft und zunehmender Belastungen im Gesundheitswesen brauche es mehr Orte und Angebote, die Gesundheit erhalten - nicht erst Krankheit behandeln.

Das Scheidegger Gesundheitssymposium gilt als Plattform für den Austausch zwischen Medizin, Politik, Rehabilitation und Öffentlichkeit. Veranstaltet wurde es vom Markt Scheidegg gemeinsam mit dem Bayerischen Heilbäder-Verband. 

Angesichts einer alternden Gesellschaft und zunehmender Belastungen im Gesundheitswesen brauche es mehr Orte und Angebote, die Gesundheit erhalten - nicht erst Krankheit behandeln. Foto: BHV/TM

"Reha vor Pflege" - diese Botschaft stand im Zentrum des Scheidegger Gesundheitssymposiums im Allgäu, das der Markt Scheidegg gemeinsam mit dem Bayerischen Heilbäder-Verband (BHV) veranstaltet hat. V.l.: Frank Seidel, Leiter Amt für Wirtschaftsförderung Scheidegg und Organisator Scheidegger Gesundheitssymposium; Anouschka Horn, Moderation; Ulrich Pfanner, Erster Bürgermeister Scheidegg; Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Bestsellerautor; Erwin Obenaus, Stifter Scheidegger Gesundheitspreis; Klaus Holetschek, MdL, Fraktionsvorsitzender CSU; Peter Berek, 1. Vorsitzender BHV; Frank Oette, Geschäftsführer BHV. Foto: BHV


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