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16.04.2026
Neue Studie belegt: Bayerns Heilbäder sind ein Milliardenmotor für Wirtschaft und Regionen
Neue Studie zeigt: Tourismus in Kurorten sichert rund 100.000 Arbeitsplätze in Bayern/ Branche fordert stärkere politische Verankerung von Prävention
Oberstdorf - Bayerns Heilbäder und Kurorte sind weit mehr als Orte der Erholung: Sie zählen zu den wirtschaftlichen Schwergewichten im Freistaat. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), die im Rahmen der Frühjahrstagung des Bayerischen Heilbäder-Verbands (BHV) gestern in Oberstdorf (Kreis Oberallgäu) vorgestellt wurde. Der BHV ist die Dachorganisation der rund 70 Kurbetriebe, Heilbäder und Kurorte im Freistaat.
Demnach erwirtschaften die Heilbäder und Kurorte jährlich rund 5,6 Milliarden Euro Umsatz. Die touristische Wertschöpfung beläuft sich auf knapp 2,9 Milliarden Euro - ein Einkommensbeitrag, der rechnerisch mehr als 86.000 Menschen sichert. Bemerkenswert ist die Entwicklung: Seit 2015 ist der touristische Gesamtumsatz um rund 24 Prozent gestiegen, die Wertschöpfung legte im gleichen Zeitraum ebenfalls um mehr als 20 Prozent zu.
"Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: Unsere Heilbäder sind nicht nur Gesundheitsorte, sondern zentrale Wirtschaftsfaktoren für den ländlichen Raum", sagt Landrat Peter Berek, der Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands. "Sie schaffen Arbeitsplätze, sichern Einkommen und stabilisieren ganze Regionen."
Der Gesundheitstourismus wirkt dabei laut den jetzt vorgestellten Zahlen als klassische Querschnittsbranche: Vom Gastgewerbe über den Einzelhandel bis hin zu Dienstleistungen profitieren zahlreiche Wirtschaftszweige direkt oder indirekt. Insgesamt entstehen jährlich fast 80 Millionen Aufenthaltstage in Bayerns Heilbädern und Kurorten. Auch die einzelnen Branchen profitieren spürbar vom Wachstum: Die Umsätze im Gastgewerbe sind seit 2015 um rund 25 Prozent gestiegen, im Dienstleistungsbereich sogar um mehr als 27 Prozent.
Für BHV-Geschäftsführer Frank Oette ist die Botschaft klar: "Jeder Euro, der in Prävention, Gesundheitstourismus und Infrastruktur investiert wird, kommt mehrfach zurück - für Kommunen, Unternehmen und den Staat." Allein aus Mehrwert- und Einkommensteuer resultieren laut Studie rund 520 Millionen Euro Steueraufkommen jährlich.
Prävention als wirtschaftlicher Hebel
Vor diesem Hintergrund fordert der Verband, die Rolle der Heilbäder stärker in der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik zu verankern. Prävention müsse künftig eine deutlich größere Rolle spielen - auch mit Blick auf die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems. "Wir haben die Infrastruktur, die Kompetenz und die Nachfrage", betont Berek. "Jetzt braucht es den politischen Willen, Prävention konsequent zu stärken - das ist nicht nur gesundheitspolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch klug."
Starke Regionen, starke Zukunft
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen auch die Bedeutung der Heilbäder für die Lebensqualität vor Ort: Touristische Einnahmen finanzieren Infrastruktur, sichern Angebote und stärken die Attraktivität der Regionen - für Gäste ebenso wie für Einheimische, verdeutlichte auch Tobias Kurz, stellvertretender BHV-Vorsitzender und Bürgermeister von Bayerns übernachtungsstärkstem Kurort Bad Füssing in Niederbayern. "Heilbäder sind Ankerpunkte für Entwicklung. Sie verbinden Gesundheit, Tourismus und Wirtschaftskraft - und genau das macht sie so wertvoll für die Zukunft Bayerns."
Mit Blick auf 2026 wollen die Bayerischen Heilbäder ihre strategische Weiterentwicklung konsequent fortsetzen, wie jetzt bei der Tagung in Oberstdorf deutlich wurde: mit Schwerpunkten auf Prävention, Resilienz und Longevity, auf wissenschaftlich fundierten Naturheilverfahren sowie innovativen Konzepten, die Gesundheitsangebote und moderne Lebens- und Arbeitswelten verbinden.
Ein Leuchtturm für Bayerns Gesundheitstourismus von morgen:
50 Millionen Euro Investitionen in Oberstdorf
Den Tagungsort im Allgäu hatte der Verband bewusst gewählt. Oberstdorf gilt mit der Eröffnung der neuen Therme Anfang dieses Jahres als ein neuer Leuchtturm für die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitstourismus in Deutschland. Rund 50 Millionen Euro wurden dort investiert. "Oberstdorf setzt bewusst und beispielhaft auf Gesundheit als Ganzjahresstrategie und hochwertigen Qualitätstourismus", sagte Berek.

Den Tagungsort im Allgäu hatte der Bayerische Heilbäder-Verband für seine Frühjahrstagung bewusst gewählt. Oberstdorf gilt mit der Eröffnung der neuen Therme Anfang dieses Jahres als ein neuer Leuchtturm für die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitstourismus in Deutschland. Rund 50 Millionen Euro wurden dort investiert. Foto: Tourismus Oberstdorf/Tobias Heimplätzer

Bayerns Heilbäder und Kurorte sind weit mehr als Orte der Erholung: Sie zählen zu den wirtschaftlichen Schwergewichten im Freistaat. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), die im Rahmen der Frühjahrstagung des Bayerischen Heilbäder-Verbands (BHV) gestern in Oberstdorf (Kreis Oberallgäu) vorgestellt wurde. V.l.: Heiko Rainer, Geschäftsführer dwif; MdL a.D. Klaus Stöttner, Präsident Bayerischer Tourismusverband e.V.; Peter Berek, 1. Vorsitzender BHV; Max Feldengut, Betriebsleiter Therme Oberstdorf; Petra Genster, stv. Tourismusdirektorin Tourismus Oberstdorf; Florian Speigl, Kurbetriebe Oberstdorf; Frank Oette, Geschäftsführer BHV; Dr. Hans Niggl, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus; Anne Rosenblatt, Systemischer Business Coach sowie zertif. Trainer für positive Leadership & Resilienz. Foto: BHV
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